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Bilanz Kleenheim
letzte Regionalligasaison
Nie
unter dem Strich gestanden:
SG Kleenheim nach der
Regionalliga und vor der neuen Saison in der 3.Liga / Zwei, drei neue
Spielerinnen sollen kommen / Weiter mit den Trainern Christian
Grzelachowski / Eberhard Lang / Andreas Schnelle
(vk)
Die Regionalligen im heimischen Handball sind Geschichte. Ab der neuen
Saison gibt es bei Männer und Frauen jeweils vier Staffeln der neuen
3.Liga (Nord, Süd, Ost, West) mit zumindest bei den Frauen jeweils 14
Mannschaften.
Die heimische SG Kleenheim hatte sich bereits mit einem 40:31-Sieg bei
der TSG Ober-Eschbach am 25.April 2010 vorzeitig und endgültig für die
neue 3.Liga qualifiziert, verlor dann das erste und einzige Heimspiel
gegen Bensheim/Auerbach II (25:29) und zum Ende der Saison auch deutlich
beim neuen Meister Mainz 05 (22:32), so dass die Spielgemeinschaft statt
eines möglichen vierten oder fünften Tabellenplatzes (wie schon in der
vergangenen Saison) noch auf Rang sieben im Abschlussklassement zurück
fiel.
Die Teams von Platz zwei bis neun haben das Startrecht für die neue
Klasse erworben. Meister 1.FSV Mainz 05 steigt erstmals in seiner
Geschichte in die 2.Liga auf.
Kleenheim stand während der gesamten Saison nie unter dem Strich, soll
heißen nie schlechter als Rang neun.
„Die Meisterschaft war nie ein Thema für uns“, sagte der in der
vergangenen Saison verantwortliche Sportliche Leiter Jürgen Klein
(mittlerweile ist Christian Strassheim neuer Sportlicher Leiter bei der
SG K). „Wir hatten eine sehr gute Heimbilanz, haben ausgerechnet nur
gegen Bensheim/Auerbach II zu Hause verloren, haben aber gegen die
gleiche Mannschaft den ersten Auswärtssieg beim 26:21 am 20.12.09
eingefahren“, erläuterte Klein. Mit 23:3 Heimpunkten (gegenüber 6:20
Auswärtszählern) wurde hier die Basis für die Qualifikation zur
3.Liga gelegt. Neben Bensheim/Auerbach II konnte die Mannschaft nur in
Marpingen (36:30) am 23.1.10 und in Ober-Eschbach (40:31) am 25.4.10
gewinnen. Mit 14 Siegen, einem Remis (zu Hause gegen Neunkirchen) und
elf Niederlagen landete die Spielgemeinschaft aus Nieder- und Oberkleen
sowie Ebersgöns mit 29:23 Punkten auf Rang sieben und wurde noch vom Thüringer
HC II am letzten Spieltag abgefangen.
„Walldorf ist als Zehnter mit 25 Punkten abgestiegen und auch der
aufgerüstete TV Idstein mit 20 Zählern hat es nicht geschafft“, gab
Klein zu bedenken. Schon früh den Anschluss verloren und abgestiegen
waren Marpingen (13:39), Reichensachsen (11:41) und Aufsteiger Aufbau
Altenburg (8:44).
Trotz des schmalen Kaders (zwei Torhüterinnen, neun Feldspielerinnen),
in der Schlussphase half Michaela Eisenhardt vom künftigen Oberligisten
SG Kleenheim II einige Male aus, hat die Mannschaft das Saisonziel
erreicht. Mit Svenja Jänicke (Werder Bremen) und Lydia Klevinskas
(schwanger) hatten sich kurz vor bzw. während der Saison noch zwei
Spielerinnen aus dem Kader verabschiedet.
Die Kleenheimerinnen wurden in die 3.Bundesliga West eingeteilt, mit
sechs ehemaligen Weggefährten aus der Regionalliga Südwest, dem dem
Handball-Verband Rheinland zuzurechnenden luxemburgischen Vertreter Rote
Löwen Bascharage (die Heimspiele finden im Großherzogtum statt) sowie
sieben Mannschaften aus dem Bereich des Westdeutschen
Handball-Verbandes, darunter die Zweitliga-Absteiger PSV Recklinghausen
und TV Beyeröhde.
In der Tat hätte es für die Kleenheimerinnen „schlimmer“ kommen können.
Pro Auswärtsspiel (Hin- und Rückreise) haben die Kleenheimerinnen im
Schnitt 378 km zu fahren bei einer Gesamtzahl von 4920 km. Der HSV
Solingen-Gräfrath (307 / 3994) hat die wenigsten Kilometer, Bascharage
(651/8460) und der Thüringer HC II (628/8168) die meisten Kilometer zurück
zu legen.
„Auch
die nächste Saison wird eine harte Runde und ein finanzieller
Kraftakt“, sagt Jürgen Klein, der natürlich mit allen
Verantwortlichen die dünne Personaldecke aufbessern will.
„Wir
brauchen noch zwei, drei Spielerinnen, die Personaldecke war im Training
und bei Spielen oft zu dünn“, erklärte Trainer Christian
Grzelachowski, der während der Vorrunde Marco Rathschlag als Coach
abgelöst hatte und mit Eberhard Lang (wieder neu) und Andreas Schnelle
(war bereits dabei) zwei Trainer zur Seite hat.
Die
Kleenheimer Verantwortlichen haben sich auch schon längst auf dem
Spielerinnenmarkt umgesehen und die Fühler nach mehreren Seiten
ausgestreckt. Nur mit ganz jungen (unerfahrenen) Spielerinnen geht es
nicht, die eine oder andere erfahrene Akteurin sollte schon dabei sein.
Im Training haben schon die eine oder andere Spielerin ihre Visitenkarte
abgegeben. „Wir sind uns mit einer Spielerin auch schon einig, ich
bitte um Verständnis, wenn wir da noch nichts sagen, weil sie noch
Vertrag bis 30.Juni bei ihrem alten Verein hat“, erläuterte der SG
K-Trainer. Aber es soll nicht der einzige Neuzugang sein. Die
Verantwortlichen hoffen, bald Vollzug in ein paar personellen Fragen
vermelden zu können.
Volkmar Köhler
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